bLink ist die Open-Banking-Plattform von SIX, über die Schweizer Banken Kontodaten und Zahlungsaufträge mit Software wie bexio austauschen. Sie melden sich bei Ihrer Bank an und erlauben bexio dort den Zugriff. Ihre Zugangsdaten bleiben bei der Bank. bexio holt danach Kontoauszüge ab und kann Zahlungen übermitteln, die Sie im E-Banking freigeben.
Das Wichtigste in Kürze
- bLink ist die Open-Banking-Plattform von SIX. Banken stellen darüber die Schnittstelle bereit, Software wie bexio nutzt sie.
- In bexio lösen Sie die Verbindung mit «E-Banking verbinden» aus. Der Zugriff gilt nur für bexio und lässt sich widerrufen.
- bexio nutzt bei bLink-Banken pain.001 für Zahlungen und camt.053 in Version 8 mit Details für Kontoauszüge.
- Nicht jede Bank läuft über bLink. PostFinance und Raiffeisen haben eigene Abläufe.
- Zahlungen führt die Bank erst nach Ihrer Freigabe im E-Banking aus.
Was bLink ist
SIX beschreibt bLink als Open-Banking-Plattform der Schweiz. Sie soll Finanzdaten zwischen Banken und Drittanbietern standardisiert, skalierbar und sicher austauschbar machen. Laut der Dokumentation von SIX gibt es drei Rollen:
- Service Provider: in der Regel Banken. Sie ermöglichen ihren Kunden, Konten mit Anwendungen zu verbinden.
- Service User: meist Fintechs, aber auch Banken. Sie binden Bankdaten im Auftrag ihrer Endkunden ein.
- Endkunden: Sie sind bei der Bank und beim Softwareanbieter Kunde und können die Verbindung jederzeit trennen.
Die Teilnehmer tauschen Daten nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Endkunden aus. Ein einheitlicher Plattformvertrag und ein Zulassungstest ersetzen laut SIX individuelle Verträge und Prüfprozesse.
Zwei Dienste sind für bexio relevant: Der Kontoinformationsdienst liefert Buchungen und Salden. Der Zahlungsdienst übermittelt Zahlungsaufträge ins E-Banking. Beide beschreibt auch die UBS auf ihrer Seite zu bLink.
So läuft eine bLink-Verbindung in bexio
Die Anleitungen der bexio-Hilfe folgen diesem Muster:
- Das Bankkonto ist in bexio unter «Banking» angelegt. Bei manchen Banken ist vorab etwas im E-Banking einzustellen, etwa der camt.053-Report bei der UBS.
- Sie klicken auf «E-Banking verbinden» und werden zur Bank weitergeleitet.
- Sie melden sich bei der Bank an und bestätigen mit der Methode Ihrer Bank, etwa photoTAN oder einer App.
- Sie gewähren bexio den Zugriff auf Kontoinformationen und auf die Übermittlung von Zahlungen.
- Zurück in bexio verknüpfen Sie jedes Bankkonto mit einem bexio-Bankkonto oder markieren es mit «Dieses Bankkonto in bexio ignorieren».
Danach steht «Transaktionen abholen» zur Verfügung. Bei den bLink-Banken ruft bexio die Transaktionen laut Hilfe jede Nacht ab, die Daten sind am Folgetag verfügbar. Ein Duplikatsfilter verhindert doppelte Importe. Wie das bei einzelnen Banken aussieht, zeigen UBS mit bexio verbinden und Valiant und Kantonalbanken mit bexio verbinden.
Welche Banken sind angebunden?
bexio.com nennt unter der Überschrift «Über 60 Banken-Schnittstellen» eine direkte Anbindung an zahlreiche Schweizer Banken. Die Hilfe führt die Banken im Beitrag «Suchst du deine Bank?» auf. Dort stehen unter anderem UBS, Zürcher Kantonalbank, Valiant, Thurgauer, Berner, Luzerner, Basler und Aargauische Kantonalbank sowie Regional- und Sparbanken. Für mehr als 50 Banken verweist die Hilfe auf die allgemeine bLink-Anleitung. Für andere, etwa PostFinance, Raiffeisen, BCV oder St.Galler Kantonalbank, gibt es eigene Anleitungen.
Ob Ihre Bank dabei ist, prüfen Sie in der aktuellen Liste der bexio-Hilfe, denn sie ändert sich. Ist Ihre Bank nicht aufgeführt, bleibt der Import von camt.053-Dateien. bexio kann dort nicht garantieren, dass jede Bankdatei vollständig eingelesen wird.
Sicherheit und Einwilligung
Bei der Sicherheit sind drei Ebenen zu unterscheiden:
- bexio: speichert laut Hilfe grundsätzlich keine Zugangsdaten wie Vertragsnummer oder Passwörter und fragt auch nicht schriftlich oder telefonisch danach.
- bLink und SIX: Der Zugriff erfolgt laut SIX nur mit ausdrücklicher Einwilligung. Kunden geben keine Login-Daten oder Passwörter an Drittanbieter weiter. Die Freigabe läuft über OAuth 2.0 und eine Zwei-Faktor-Bestätigung. Drittanbieter müssen definierte Sicherheitskriterien nachweisen. Kunden können Zugriffsrechte jederzeit widerrufen.
- Ihre Bank: Die UBS beschreibt, dass Sie den Zugriff nur für einen Softwareanbieter Ihrer Wahl freischalten und die Rechte jederzeit entziehen können. SIX agiere dabei lediglich als Infrastrukturbetreiber ohne Zugriff auf Ihre Bankdaten.
Die Aussagen stammen von SIX, der UBS und bexio selbst, eine unabhängige Prüfung wird hier nicht belegt. Trennen können Sie die Verbindung in bexio über die drei Punkte neben dem Button «Transaktionen abholen» oder «E-Banking bearbeiten». Bereits importierte Transaktionen bleiben erhalten. Zusätzlich entziehen Sie die Berechtigung im E-Banking Ihrer Bank. Bei der UBS finden Sie sie unter «Produkte» → «Business Software KMU», bei der Zürcher Kantonalbank unter «Zusatzfunktionen verwalten» → «Softwareanbindungen».
Grenzen der Schnittstelle
- Ein Vertrag je bexio-Konto: Bei bLink lässt sich laut Hilfe jeweils nur ein Bankvertrag mit einem bexio-Konto verbinden.
- Rückwirkender Abruf: Der «Datumsbereich» holt ältere Transaktionen ab. Wie weit zurück, hängt von der Bank ab. Die Hilfe nennt bei UBS und Valiant bis zu 60 Tage, bei der Zürcher Kantonalbank sieben Tage. Bei Valiant stehen die Daten nur ab der ersten bLink-Verbindung zur Verfügung.
- Freigabe im E-Banking: Nach der Übermittlung müssen Sie Zahlungen laut bLink-Anleitung zwingend im E-Banking freigeben, damit die Zahlung zum gewünschten Datum ausgeführt wird.
- Daten der Bank: Für den automatischen Abgleich von Lieferantenrechnungen muss die Bank beim Import die korrekten IDs mitliefern. Das ist laut Hilfe in der Regel der Fall, kann aber je nach Bank variieren.
- Folgetag: Transaktionen sind laut Hilfe erst am Folgetag verfügbar. Rechnen Sie nach dem Verbinden nicht mit sofortigen Daten.
Hilft die Schnittstelle nicht weiter, bleibt der manuelle Import. Wie er funktioniert, steht im Beitrag Bankanbindung in bexio.
Häufige Fragen
Ist bLink für mich kostenpflichtig?
Die UBS nennt die Dienstleistung im Rahmen des Digital-Banking-Vertrags kostenlos. Die Zürcher Kantonalbank nennt die Nutzung kostenlos, weist aber darauf hin, dass für die Abwicklung von Zahlungsaufträgen Kosten anfallen können. Bei anderen Banken klären Sie das mit der Preisübersicht der Bank.
Kann ich bexio den Zugriff wieder entziehen?
Ja. Trennen Sie die Verbindung zuerst in bexio und entziehen Sie danach die Berechtigung im E-Banking. Bei der UBS empfiehlt die Hilfe genau diese Reihenfolge.
Warum brauche ich bei der Bank oft zwei Bestätigungen?
Bei der UBS und der Zürcher Kantonalbank beschreibt die Hilfe zwei aufeinanderfolgende Bestätigungen der Softwareanbindung, bei der UBS per Access App, bei der ZKB per photoTAN. Welche Methode gilt, bestimmt die Bank.
Fazit
bLink ist für bexio der verbreitetste Weg zur Bank: anmelden, Zugriff erlauben, Konten verknüpfen. Ihre Zugangsdaten bleiben bei der Bank, und Sie können den Zugriff jederzeit entziehen. Beachten Sie die Grenzen wie den einen Vertrag je bexio-Konto und die Freigabe von Zahlungen im E-Banking.
Quellen
- bLink Schnittstelle bexio Hilfe
- Unsere Banken-Schnittstellen bexio Hilfe
- Suchst du deine Bank? bexio Hilfe
- E-Banking Verbindung herstellen mit «UBS» bLink bexio Hilfe
- E-Banking Verbindung herstellen mit Valiant bLink bexio Hilfe
- E-Banking Verbindung herstellen mit «Zürcher Kantonalbank» (bLink) bexio Hilfe
- Anwendung der Bank «UBS» bLink bexio Hilfe
- Abgleich Ihrer Banktransaktionen bexio Hilfe
- Wie aktiviere ich die Bank: TKB? bexio Hilfe
- Automatischer Zahlungsabgleich: Banking & Buchhaltung bexio
- bLink – Die Schweizer Open Banking Plattform SIX
- Introduction to the bLink Platform | bLink Docs SIX
- How Secure Is Open Banking? SIX
- Business Software mit E-Banking verknüpfen | UBS Schweiz ubs.com
- Buchhaltungslösung via API anbinden zkb.ch
Stand: Oktober 2026. bexio ist eine Marke der bexio AG, efatto ist unabhängig.